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Serie: Die Flammen der Leidenschaft – Was hält die Leidenschaft in Beziehungen aufrecht? Teil 2

Serie: Die Flammen der Leidenschaft

Teil 2: Damals und heute – War früher wirklich alles besser? Was ist mit der Häufigkeit von Sex?

Also… Wir haben in Teil 1 schon festgestellt, dass die Zufriedenheit mit dem Liebesleben tendenziell in einer Beziehung abnimmt – allerdings gibt es auch bemerkenswert viele Menschen, die die Leidenschaft und Häufigkeit von Sex in ihrer Beziehung aufrecht erhalten.

Die Forscherinnen und Forscher der US-Studie wollten natürlich auch wissen, was sich eigentlich verändert hat bzw. womit genau manche Menschen unzufrieden sind. Hier zeigen sich ein paar ganz interessante Ergebnisse – ich habe für euch ein paar „Rosinen“ rausgepickt:

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Wie steht es um die Häufigkeit von Sex?

Zum Beispiel fällt auf, dass die Häufigkeit von Sex stark abnimmt: Die befragten Männer und Frauen gaben an, mehr Sex im ersten halben Jahr der Beziehung gehabt zu haben (80% bzw. 76%) im Vergleich zu heute. Nur (oder immerhin?) 7% der Männer und 9% der Frauen haben heute mehr Sex. Diese Tendenz zeigt sich übrigens auch beim „Vorspiel“ und Oralsex (nicht abgebildet). D.h. hier investiert man bzw. frau weniger Zeit und die Anfangsmotivation hat scheinbar nachgelassen. Ok, das an sich ist jetzt keine große Neuigkeit und für diese Erkenntnis braucht man wohl keine Studie.

Begehrt-Werden ist die halbe Miete

Was aber neben der Häufigkeit von Sex spannend ist, ist dass sich sehr viele Menschen weniger vom Partner bzw. von der Partnerin begehrt fühlen – besonders dramatisch trifft das die Männer. Fast 2/3 der Männer (59%) fühlen sich weniger begehrt als zu Beginn der Beziehung (bei Frauen 42%). Meiner Meinung nach ist das ein ganz wichtiger Punkt. Wie soll das Sexleben denn schön sein, wenn man sich nicht begehrt fühlt?! Und dabei kann es doch so einfach sein daran zu arbeiten und dem/der Anderen zu zeigen oder zu sagen wie heiß er/sie ist.

Was sich alles bei Frauen ändert…

Was noch bemerkenswert ist: Bei Frauen sind 4 Aspekte im Liebesleben passionierter geworden im Vergleich zu früher:

  1. Sie haben öfters einen Orgasmus (32 vs. 20%).
  2. Sie haben mehr als einen Orgasmus (24 vs. 20%).
  3. Sie fühlen sich emotional näher (36 vs. 27%).
  4. Sie sind weniger gehemmt (24 vs. 38%).

Bei Männern gab es nichts, was im Durchschnitt heutzutage passionierter erlebt wurde.

Nun ja, zumindest scheint in der Tendenz die verringerte Häufigkeit von Sex mit einer höheren Qualität für viele Frauen einherzugehen bzw. diese zu kompensieren. Da fragt man sich doch gleich: Wie genau erreiche ich denn diese Qualität? Was gibt es für konkrete „erfolgreiche“ Strategien?

Take-home message

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Quelle: Frederick, D. A., Lever, J., Gillespie, B. J., & Garcia, J. R. (2016). What keeps passion alive? Sexual satisfaction is associated with sexual communication, mood setting, sexual variety, oral sex, orgasm, and sex frequency in a national U.S. study. The Journal of Sex Research, 1–16.